Aktuelles

Gemeindeübergreifende Nachtübung der Feuerwehr
Torsten Folz am 29.11.2017 um 16:30 (UTC)
 Um die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bei einem Schadensereignis zu trainieren, veranstalteten die Löschbezirke Herchenbach und Walpershofen eine gemeinsame Nachtübung. Aktuell üben die Feuerwehrangehörigen der beiden Löschbezirke bereits einmal im Quartal zusammen, da beide Einheiten wochentags bei bestimmten Alarmstichworten nach Walpershofen alarmiert werden. Solche Übungen dienen dazu, die Fahrzeuge und die dort verlasteten Ausrüstungsgegenstände kennenzulernen und die Zusammenarbeit untereinander zu verbessern.
In diesem Jahr wurde die gemeinsame Nachtübung durch den Löschbezirk Herchenbach geplant. Als Übungsszenario hatten sich die Verantwortlichen folgendes ausgedacht: In einer Scheune, in der Stroh- und Heurundballen gelagert werden, spielten mehrere Kinder. Durch Unachtsamkeit rutschte ein Kind zwischen die Rundballen und konnte sich nicht mehr selbst aus dieser Notlage befreien. Beim Versuch, dem abgestürzten Kind zu helfen, zog sich ein Kind eine Platzwunde am Kopf zu, ein drittes Kind stand durch die stark blutende Verletzung so unter Schock, dass beide nicht mehr alleine von den Rundballen runterklettern konnten. Der Besitzer der Scheune wurde auf die Kinder aufmerksam, als er Rundballen zur Fütterung seiner Tiere aufladen wollte. Direkt setzte der Landwirt den Notruf ab und alarmierte die Feuerwehr.
Zuerst traf der Löschbezirk Herchenbach mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser an der Scheune ein. Sofort verschaffte sich der Einheitenführer einen Überblick über die Einsatzlage und schickte einen Trupp über eine Steckleiter zu den Kindern auf die Rundballen. Sofort wurde die Platzwunde des Kindes mittels eines Verbandes versorgt, danach wurde es mittels Schleifkorbtrage über eine „schiefe“ Ebene gerettet. Zwischenzeitlich wurden die beiden anderen Verunfallten betreut und beruhigt. Durch weitere Einsatzkräfte wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Um an das zwischen den Rundballen eingeklemmte Kind zu gelangen, wurde hydraulisches Rettungsgerät benötigt. Da sich der Löschbezirk Püttlingen in einem Paralleleinsatz befand (so die Übungsannahme), wurde daraufhin der Löschbezirk Walpershofen mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug alarmiert. Mittels hydraulischem Spreizer wurden die Rundballen auseinander gepresst und das eingeklemmte Kind befreit. Das unter Schock stehende Kind wurde über die Steckleiter gerettet. Nachdem die Rettung erfolgt war, erzählte eines der Kinder, dass sein Bruder vor längerer Zeit Hilfe herbeiholen wollte, aber seitdem nicht wieder aufgetaucht ist. Sofort wurde eine Suchaktion eingeleitet. Mit Hilfe der Wärmebildkamera wurde die Person schnell in einem Waldstück gefunden. Die Rettung dieser Person erfolgte über eine mit dem Mehrzweckzug des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs gebaute Seilbahn. Nachdem alle Personen rettungsdienstlich versorgt waren, hieß es Übungsende, Rückbau der eingesetzten Gerätschaften und Abmarsch ins Feuerwehrgerätehaus Herchenbach. Dort erfolgte eine kurze Übungsbesprechung, bei der besonders die ruhige und besonnene Vorgehensweise der eingesetzten Einsatzkräfte gelobt wurde. Auch im nächsten Jahr werden wieder verschiedene gemeinsame Übungen beider Löschbezirke stattfinden, um die Zusammenarbeit weiter zu verbessern. Nach einem kleinen Imbiss machten sich alle wieder auf den Nachhauseweg.
 

Nachtübung der Löschbezirke Köllerbach und Herchenbach
Torsten Folz am 07.11.2017 um 21:31 (UTC)
 Um auch für Einsätze in der dunklen Jahreszeit gerüstet zu sein, veranstalteten die Löschbezirke Köllerbach und Herchenbach eine gemeinsame Nachtübung im Gewerbegebiet Etzenhofen. Neben den Feuerwehrangehörigen der Löschbezirke Köllerbach und Herchenbach nahmen auch Angehörige der Partnerfeuerwehr aus dem brandenburgischen Senftenberg an der Übung teil, die zu dieser Zeit in Köllerbach zu Besuch waren.

Insgesamt wurden 2 Übungen im Gewerbegebiet Etzenhofen durchgeführt. Die erste Übung fand am Anwesen des Transportunternehmens Jörg Herber statt. In der Halle war ein Mitarbeiter in der Montagegrube mit Reparaturarbeiten an einem LKW beschäftigt. Während der Arbeiten kam es zu einer Verpuffung. Aufgrund der Verletzungen konnte er sich nicht mehr selbst aus seiner misslichen Lage befreien. Durch die starke Rauchentwicklung lösten die eingebauten Rauchmelder aus. Durch den durchdringenden Piepton wurde ein Spaziergänger auf den Unglücksfall aufmerksam und alarmierte die Feuerwehr. Als erstes Fahrzeug traf das Tanklöschfahrzeug aus Köllerbach an der Einsatzstelle ein. Der Einheitenführer verschaffte sich einen Eindruck über die Lage und koordinierte die weiteren Rettungsmaßnahmen. Ein Trupp unter Atemschutz ging in die Halle vor und begann sofort damit, die vermisste Person zu suchen. Diese wurde schnell in der Montagegrube gefunden, konnte jedoch nicht sofort aus dieser befreit werden, da auf der Grube noch ein LKW stand. Dieser wurde mittels Greifzug von der Montagegrube gezogen. Nachdem das Fahrzeug entfernt war, konnte die verletzte Person mit einer Schleifkorbtrage aus der Grube gerettet werden. In der Zwischenzeit wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und ein Überdrucklüfter in Stellung gebracht, um die Halle rauchfrei zu machen. Die Einsatzkräfte des Löschbezirks Herchenbach nahmen in der Zwischenzeit ein Schaumrohr zur Abschirmung eines Tanklagers vor, unterstützten bei der Ausleuchtung und stellten die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten her.

In der zweiten Übung wurde ein Verkehrsunfall simuliert. Die Fahrzeuginsassen, gespielt von Mitgliedern der realistischen Unfalldarstellung, konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien, standen aber unter Schock und liefen an der Unfallstelle umher. Zusätzlich fing das Fahrzeug aufgrund von auslaufenden Betriebsmitteln Feuer, das durch brennende Strohballen simuliert wurde. Auch hier wurde zuerst die Lage erkundet und sich sofort um die verletzten Fahrzeuginsassen gekümmert. Die Brandbekämpfung am Unfallfahrzeug wurde mittels Schaumrohr eingeleitet. Da das Feuer bereits auf die Vegetation übergegriffen hatte, kam dort ein C-Rohr zum Ablöschen zum Einsatz.

Durch die Befragung der Unfallbeteiligten wurde festgestellt, dass eine Person fehlte. Daraufhin wurde eine Suchaktion gestartet, um den Vermissten zu finden. Aufgrund des Schocks hatte sich die Person von der Unfallstelle entfernt, stürzte an einem Hang und zog sich weitere Verletzungen zu. Aufgrund des Verletzungsmusters wurde die Person mittels Schleifkorbtrage aus dem Hang gerettet. Nachdem alle Personen versorgt und das Feuer gelöscht war, konnte die Übung beendet und die eingesetzten Geräte wieder auf den Einsatzfahrzeugen verladen werden. Nach einer kurzen Übungsbesprechung rückten alle Einsatzkräfte in ihre Gerätehäuser ein. Ein besonderer Dank geht an die Mitglieder der realistischen Unfalldarstellung sowie an Jörg Herber, der der Feuerwehr seine Halle für die Übung zur Verfügung stellte.
 

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Püttlingen für „stürmischen“ Herbst gut gerüstet
Torsten Folz am 13.09.2017 um 11:25 (UTC)
 Sollte das Saarland und insbesondere die Stadt Püttlingen von Herbst- oder Winterstürmen heimgesucht werden, ist die Feuerwehr gut darauf vorbereitet. Wenn Straßen oder Wege durch umgestürzte Bäume blockiert sind, wird die Feuerwehr im Rahmen der Gefahrenabwehr tätig und entfernt diese mittels Motorsägen. Hierzu dürfen aber nur speziell ausgebildete Feuerwehrangehörige eingesetzt werden, da Arbeiten mit der Motorsäge mit einem erhöhten Gefahrenpotential verbunden sind.
Um den theoretischen und insbesondere den praktischen Umgang mit der Motorkettensäge zu erlernen, wurde durch den Landesfeuerwehrverband Saarland
e. V. für Angehörige der Feuerwehr Püttlingen ein Lehrgang „Motorsägenführer“ angeboten, der an einem Wochenende durchgeführt wurde. Themen der theoretischen Unterweisung waren unter anderem Unfallverhütungsvorschriften, aber auch Aufbau, Funktion sowie Wartung und Pflege der Motorsäge. Ein besonderer Schwerpunkt im theoretischen Lehrgangsteil wurde auf das Thema persönliche Schutzausrüstung gelegt, um entsprechende Unfälle und Gesundheitsschäden zu vermeiden. Hierbei wurden Hinweise und Tipps zur richtigen Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung gegeben.
Im praktischen Lehrgangsteil wurden Sägearbeiten am liegenden Holz durchgeführt und den Teilnehmern verschiedene Schnitttechniken beigebracht. An einem Baumbiegesimulator wurde den Feuerwehrangehörigen erklärt, wie sie gefährliche Spannungen im Holz beurteilen und durch richtiges Vorgehen den umgestürzten Baum gefahrlos zerkleinern können.
Nachdem alle Teilnehmer das Erlernte in einer praktischen Übung demonstriert hatten, mussten sie sich danach noch einer schriftlichen Lernerfolgskontrolle stellen. Alle Lehrgangsteilnehmer hatten hierbei die erforderliche Punktzahl erreicht und haben somit den Lehrgang „Führer von Motorsägen in der Feuerwehr“ erfolgreich abgeschlossen. Aus den Händen der Ausbilder konnten alle die Lehrgangsbescheinigungen entgegennehmen.
 

Beförderungen bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Püttlingen
Torsten Folz am 08.09.2017 um 13:12 (UTC)
 Im Anschluss an die Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen in Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach wurden in der Barbarahalle nach der Übungsbesprechung noch Beförderungen von Feuerwehrangehörigen durchgeführt.
Zu Beginn begrüßte der Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, alle Anwesenden, darunter die Beigeordneten der Stadt Püttlingen, den Kreisbrandmeister für den Regionalverband Saarbrücken, Christian Ziegler (in Vertretung des Brandinspekteurs), die Wehr- und Löschbezirksführung der Feuerwehr Püttlingen, Abordnungen benachbarter Feuerwehren, die Ehrenwehr- und Ehrenlöschbezirksführer der Feuerwehr Püttlingen, die Mitglieder des Stadtrates sowie alle an der Übung beteiligten Angehörigen der Hilfsorganisationen.
Nach der Begrüßung erfolgte die Übungsbesprechung durch den ersten Kreisbrandmeister Christian Ziegler, den Vertreter des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen, Sebastian Klein, und der Vertreterin des DRK, Evi Mülder. Danach wurden die Beförderungen vorgenommen.
Von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Feuerwehrdienst wurde Joshua Diehl übernommen. Den Dienstgrad Feuerwehrmann dürfen ab sofort Andreas Balzert, Luca Kammer, Philip Konrath, Maurice Kuhlmann, Tobias Weber, Jan-Niclas und Kai-Luca Timm tragen. Die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann konnten Yannik Altmeyer, Alexander Ernst, Robin Posth, Sören Rupp und Fabio Leidner entgegennehmen. Zum Löschmeister wurden Manuel Schröder, Christian Kuhlmann, Thorsten von dem Broch, Lars Brunder und Julian Leipold befördert. Neue Oberlöschmeister sind ab sofort Rainer Altmeyer und Christian Weisgerber. Über die Beförderung zum Hauptlöschmeister konnte sich Roland Jungmann freuen. Zum Brandmeister wurde Daniel Hauch befördert.
 

Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Püttlingen
Torsten Folz am 08.09.2017 um 13:12 (UTC)
 Die diesjährige Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Püttlingen in Zusammenarbeit mit dem THW Ortsverband Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach fand am Samstag, 02. September 2017, im Gewerbegebiet Viktoria an den Anwesen der Schreinerei Dincher und der Firma Paul Gemenig statt.
Bevor alle Übungsteilnehmer ihr Können unter Beweis stellen konnten, erfolgte durch den Püttlinger Wehrführer Thomas Prinz die Meldung an den 1. Beigeordneten Christian Müller sowie an den Kreisbrandmeister für den Regionalverband Saarbrücken, Christian Ziegler, der in Vertretung für den Brandinspekteur Tony Bender anwesend war.
Die Planer der Übung hatten das Übungsszenario in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten Übungsabschnitt wurde folgende Lage angenommen:
Aufgrund von Reparaturarbeiten an der Späneabsauganlage kam es im Werkstattbereich der Schreinerei Dincher zu einem Schadensfeuer. Ein Spaziergänger wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung auf das Brandereignis aufmerksam und alarmierte über den Notruf 112 die Feuerwehr. Durch das Feuer waren mehrere Mitarbeiter im Werkstattbereich der Schreinerei eingeschlossen und konnten sich nicht selbständig in Sicherheit bringen. Ein Mitarbeiter wollte nachsehen, ob sich das Feuer bereits in das Spänesilo ausgebreitet hatte. Auf dem Dach des Spänesilos wurde die Person ohnmächtig und konnte nicht mehr selbst herunterklettern. In der Zwischenzeit kam es im Gebäude zu einer Staubexplosion, das Feuer griff auf das Holzlager über und drohte, auf das Nachbargebäude überzugreifen.
Im zweiten Übungsabschnitt wurde ein Mitarbeiter der Firma Gemenig bei Wartungsarbeiten an einem LKW ohnmächtig und blieb in der Wartungsgrube liegen. Ein weiterer Mitarbeiter wurde bei Verladetätigkeiten auf einem Auflieger zwischen Ladefläche und Baggerschaufel eingeklemmt.
Zuerst trafen Wehrführer Thomas Prinz und sein Stellvertreter Ruwen Dumont mit dem Kommandowagen an der Einsatzstelle ein und führten eine erste Erkundung durch, um die nachrückenden Einsatzkräfte in die Einsatzlage einzuweisen. Zusammen mit dem Kleineinsatzfahrzeug wurde die Einsatzleitung aufgebaut und die Lagekarte geführt.
Die Einsatzkräfte des Tanklöschfahrzeugs aus Püttlingen gingen unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den Werkstattbereich vor. Die Besatzung der Drehleiter bereitete unterdessen die Rettung der ohnmächtigen Person vom Spänesilo vor, um im Anschluss daran die Brandbekämpfung und Abschirmung des Nachbargebäudes einzuleiten.
Der Angriffstrupp des Tanklöschfahrzeugs vom Löschbezirk Köllerbach unterstützte die Einsatzkräfte aus Püttlingen bei der Menschenrettung und der Brandbekämpfung im Werkstattbereich. In der Zwischenzeit stellte das Löschgruppenfahrzeug aus Köllerbach die Wasserversorgung aus der Straße „Zur Bergehalde“ her, um im Anschluss bei der Brandbekämpfung im Außenangriff zu unterstützen. Das Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser aus Herchenbach wurde im rückwärtigen Gebäudeteil zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Holzlager eingesetzt. Desweiteren wurde eine Riegelstellung zum Nachbargebäude aufgebaut.
Im zweiten Übungsteil wurde die unter der Baggerschaufel eingeklemmte Person durch die Besatzungen des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs und des Gerätewagen-Logistik gerettet. Die Baggerschaufel wurde mittels pneumatischer Hebekissen angehoben, entsprechend unterbaut und die Person patientengerecht aus ihrer Zwangslage befreit.
Die Helfer des Technischen Hilfswerkes übernahmen die Rettung der ohnmächtigen Person aus der Wartungsgrube unter umluftunabhängigem Atemschutz. Die geretteten Personen wurden an das Deutsche Rote Kreuz übergeben. Die Helferinnen und Helfer hatten eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Dort wurden die Personen registriert, betreut sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet und die Überführung in Krankenhäuser vorbereitet.
Nach der Übung erfolgte die Übungsbesprechung in der Barbarahalle. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Martin Speicher richtete Kreisbrandmeister Christian Ziegler ein paar Worte an die Übungsteilnehmer. Ziegler lobte die Arbeit der eingesetzten Einsatzkräfte. „Die Menschenrettung unter Atemschutz wurde gekonnt durchgeführt. Die Rettung der unter der Baggerschaufel eingeklemmten Person ist keine alltägliche Einsatzlage, wurde aber ruhig und professionell durchgeführt.“ so Christian Ziegler.
Im Anschluss bedankte sich Wehrführer Thomas Prinz bei den politisch Verantwortlichen für die Bereitstellung der finanziellen Mittel, um die Ausrüstung der Feuerwehr auf dem aktuellen Stand zu halten. Ein weiterer Dank ging an die Familien Dincher und Gemenig, die der Feuerwehr ihre Anwesen für die Übung zur Verfügung stellten.
 

Altersabteilung der Feuerwehr Püttlingen auf den Spuren der Bergarbeiter
Torsten Folz am 20.07.2017 um 22:02 (UTC)
 Im Juli trafen sich die Alterskameraden der Löschbezirke Püttlingen und Herchenbach mit ihren Ehepartnern, um gemeinsam das Schaubergwerk „Musée Les Mineurs“ in Petite-Rosselle zu besichtigen. Das Bergwerk „La Mine Wendel“ ist das einzige französische Bergbaugelände, auf dem man die verschiedenen Kohle-Fördertechniken, die bis zur Schließung der letzten französischen Zeche im Jahre 2004 verwendet wurden, entdecken kann.

In der modern und attraktiv gestalteten Ausstellung auf 1.800 m² kann man in das Alltagsleben des Bergarbeiters und seiner Familie, sowie in die Sozialpolitik der Bergbaugesellschaften eintauchen und dabei verschiedene Bergbauberufe im Detail beleuchten. Durch mehr als 160 Objekte und Modelle, mehrere Audio- und Video-Dokumente sowie zahllose Fotos und Zeitdokumente wurde den Besuchern die Kohlegeschichte Lothringens und der grenzübergreifenden Region näher gebracht. Durch authentische Zeitzeugenberichte in Form einer multimedialen Erlebniswelt nimmt man lebensnah am Alltag der Bergleute teil, beispielsweise in der ehemaligen Lohnhalle, der Umkleide, den Waschkauen usw.

Großformatige Schautafeln im Außenbereich des Museums erklären die Geschichte, Nutzung und Funktion der Gebäude auf dem Zechengelände. Sogar die Einfahrt im Förderkorb unter Tage wird mittels eines Fahrsimulators authentisch nachgestellt. Leider hatten die Teilnehmer Pech, dass dieser am Morgen aufgrund eines technischen Defekts nicht benutzt werden konnte.

Trotzdem machten sich die Alterswehrmitglieder auf den Weg in die Grube, um verschiedene Förderstollen zu durchqueren. Bevor es jedoch in die Förderstollen ging, wurde bei der Schutzheilgen der Bergmänner, der Heiligen Barbara, die als bronzene Statue im Museum zu besichtigen ist, noch um eine gesunde Rückkehr gebeten. In den Förderstollen konnte man riesige Maschinen wie Vortriebs-, Abbau- und Schrämmaschinen sowie verschiedene weitere Geräte in ihrer jeweiligen Verwendungssituation bestaunen. Der Besuch wurde durch Horst Schmadel, der früher selbst als Bergmann gearbeitet hat, begleitet. Auf dem Rundgang erklärte er den Teilnehmern sehr viel über den Bergbau und die Arbeit als Bergmann. Am Ende des Rundgangs wurde noch ein Film gezeigt, der den typischen Arbeitstag eines Bergmanns darstellte.

Nach der tollen Besichtigung ging es nicht direkt nach Hause, sondern alle Mitfahrer kehrten in die Kantine Velsen ein, um, wie könnte es auch anders sein, sich mit einem verspäteten Bergmannsfrühstück zu stärken.
 

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